Wer ist besser fürs Destinationsmarketing, Blogger oder Journalisten?

Auch, wenn die FAZ uns Ende April mit dem Thema Reiseblogs zuvor gekommen ist, möchten wir Ihnen unsere Analyse dazu nicht vorenthalten. Denn immer wieder stellt sich auch uns die Frage: Was ist besser, Blogger oder Journalisten? Unsere Antwort: Gegenfrage! Muss denn einer besser sein? Wir vergleichen ja auch nicht Radio mit Instagram, oder? Doch wie soll das Budget denn dann verteilt werden? Hier sind unsere 5 Entscheidungshilfen für Ihre nächste Kampagne…
Blogger oder Journalisten?

 

  1. Blogger oder Journalisten?

Bloggerreisen sollten klassische Pressereisen nicht ersetzen. Denn beide Formen sprechen ihr ganz eigenes Publikum an. Beides hat seinen Mehrwert für Sie als Destination, daher sollten Sie prüfen, wie Sie beide Formen ergänzend in Ihren Kommunikationsplan einbauen können. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Kampagne? Und noch wichtiger: Welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen?

 

  1. Wen wollen Sie erreichen?

Informiert sich Ihre Zielgruppe eher klassisch über Magazine, Zeitungen und Online-Versionen dieser Medien? Oder sind Sie empfänglicher über Social Media? Das ist die Kernfrage, die Sie sich bei der Wahl stellen sollten. Ist meist das jüngere Publikum offen für Blogs und die damit einhergehende Inspiration über Facebook, Instagram und Co., informieren sich viele der Best Ager doch noch eher über Fachmagazine und Tageszeitungen. Doch: Der Wandel ist in allen Zielgruppen spürbar. Sie sollten also weder klassische Pressereisen noch Bloggerreisen kategorisch ausschließen, sondern sich eher auf eine sinnvolle Gewichtung Ihres Budgets fokussieren.

 

  1. Was ist günstiger, Blogger-Relations oder Presse-Relations?
Diese Frage lässt sich kaum beantworten. Aber wir versuchen, es etwas einzugrenzen. Gruppen-Pressereisen waren lang ein bewährtes und effizientes Mittel, um gebündelt mehrere Journalisten über Ihre Destination zu informieren. Einmaliger Aufwand, viel Berichterstattung. Dies ist durchaus auch heute noch so, jedoch ist zu beobachten, dass immer weniger Journalisten bereit sind, an Gruppenreisen teilzunehmen. Die Reiseredaktionen streichen Stellen und Budgets, der Konkurrenzdruck wächst. Die Nachfrage nach individuellen Reisen steigt hingegen massiv an. Denn dann können die Inhalte der Reise individuell auf die gewünschte Berichterstattung angepasst werden. Damit steigen jedoch auch die Kosten für Sie als Destination.

Aber hier können Sie entgegenwirken! Kooperationen mit benachbarten und thematisch ähnlich ausgerichteten Destinationen können in vielerlei Hinsicht Erfolg versprechen: Denn zum einen teilen sie sich die entstehenden Kosten, zum anderen wächst auch der Mehrwert für die Teilnehmer. Vor allem aus Übersee reisen in der Regel die wenigsten in nur eine Region. Da punkten Sie mit dem „Großen Ganzen“!

Blogger sind deutlich unabhängiger – sowohl thematisch als auch organisatorisch und im Hinblick auf die Berichterstattung. Sie brauchen keine konkreten Aufträge. Daher ist die Herausforderung bei Gruppenreisen nicht so groß wie bei den Journalisten. Auch das Programm darf bei Bloggern gerne etwas freier gestaltet sein. Zeit für individuelle Entdeckungen auf eigene Faust ist hier sehr willkommen. Dies macht es für Sie als Destination kostengünstiger, doch gleichzeitig sinkt die Kontrolle über die Berichterstattung. Es bleibt also auch hier nur eins: abwägen!

 

  1. Gibt es einen Unterschied im Arbeitsaufwand zwischen den Reisen?
Nein! Denn sowohl bei der Arbeit mit klassischer Presse, als auch beim Thema Blogger-Relations steht ein Faktor für Erfolg: Persönliche Beziehungen…Kontakte. Sowohl ihre Pressearbeit als auch erfolgreiches Influencer-Marketing lebt vom persönlichen Kontakt. Blogger- und Journalisten Workshops, ein regelmäßiger Austausch, Mitgliedschaft in Journalisten- oder Bloggergemeinschaften. Bleiben Sie also am Ball und beginnen Sie frühzeitig mit der Akquise! 
Unterschied Arbeitsaufwand

 

  1. Ist die Berichterstattung von Journalisten nicht seriöser?

Das kommt ganz darauf an, wen Sie einladen! Aber das gleiche gilt für Journalisten. Wählen Sie Ihre Teilnehmer sorgfältig aus, Qualität geht hier oft über Quantität! Wenn Sie den Auswahlprozess sorgfältig vornehmen, dann können Blogartikel ebenso seriös sein wie Artikel in Fachzeitschriften oder der Tagespresse. Lediglich der Stil ist der Leserschaft angepasst.

In Zeiten von Google ist natürlich auch SEO ein wichtiger Aspekt. Denn Artikel, die online veröffentlich werden, haben positiven Einfluss auf Ihr Suchmaschinenranking. Und hier sind wir beim entscheidenden Vorteil von Bloggern, denn diese Artikel landen garantiert im Netz. Und pushen gleichzeitig Ihre Social Media Kanäle, wenn getweeted, geliked, geshared wird.

Aber: Immer mehr Journalisten und auch Medien haben diese Konkurrenz erkannt. Journalisten entwickeln ihre eigenen Blogs, Zeitungen veröffentlichen die Berichte meist auch online. Achten Sie doch also bei Ihrer nächsten Pressereise darauf, Journalisten einzuladen, die eben für genau diese Medien schreiben und die im besten Fall noch ihren eigenen Blog und Social Media Kanal während der Reise bespielen.

 

Fazit

Fazit 
Was ist nun also besser, klassische Pressereise oder Blogger-Trip? Und muss eines der beiden denn besser sein? Unser Fazit lautet: Nein! Denn die beiden Maßnahmen lassen sich wirklich schwer vergleichen. Schauen Sie auf Ihre Zielgruppe; finden Sie heraus, wo diese sich inspirieren und informieren. Ist Ihr Produkt besser geeignet für Baby Boomer oder Generation Z? Nur, wer sich diese Fragen beantwortet kann am Ende die richtige Waage finden zwischen Blogger- und Journalistenansprache.
Und Sie sind damit nicht allein. Gerne unterstützen wir Sie bei der richtigen Auswahl und Planung. Schreiben Sie uns!

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