Ist nicht Urlaub irgendwie auch die Suche nach der „zweiten Heimat“?

Kunst, Baukultur, regionale Spezialitäten oder Brauchtum – Heimat ist wieder Thema! Und lässt sich emotional und authentisch vermarkten. Mal ehrlich: Ist nicht Urlaub irgendwie auch die Suche nach der „zweiten Heimat“ – noch schöner und mit allem, was die „erste Heimat“ vermissen lässt?

Oft ist der Blick „von außen“, also von ausländischen Gästen, dabei noch intensiver. Im Urlaub schauen wir einfach mit anderen Augen auf Kultur, Sprache, Essen und Architektur. Der Besuch von Sehenswürdigkeiten, Kulturdenkmälern oder – im Lutherjahr nicht zu vergessen – authentischen Orten sind wesentliche Reisemotivationen der Gäste aus den wichtigsten Quellmärkten Deutschlands.

„Dieses Gefühl lässt einen Gast wiederkommen“

Ein schöner Nebeneffekt für Destinationen dabei: Jeder weiß, dass z.B. eine Bouillabaisse auch in der heimischen Großstadtwohnung zubereitet werden kann. Ob sie aber wirklich auch so schmeckt wie im letzten Urlaub in der Provence? Das gelingt nur selten, denn es fehlen einfach die Atmosphäre, der Geruch und das Gefühl. Und dieses Gefühl lässt einen Gast wieder kommen.

Ausländischen Besuchern geht es in Deutschland sicher nicht anders. Damit haben wir ein weiteres Element, mit dem es sich erfolgreich Destinationsmarketing machen lässt: Reisen ist neben Regionalität, Kultur und Tradition auch Genuss und Emotion. Dazu gehört zunehmend der Kontakt mit Einheimischen. Gemeinsam erleben, einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Menschen mit ihren Besonderheiten kennen lernen. Das macht diese Erlebnis- und Erinnerungsorte unverwechselbar.

„Damit haben Destinationen und Touristiker es eigentlich in der Hand.“

Denn es gibt viele Möglichkeiten, die Bedeutung des Wortes „Heimat“ zu beschreiben. Viele sagen: „Da, wo wir uns wohlfühlen, da ist unsere Heimat.“ Damit haben Destinationen und Touristiker es eigentlich in der Hand: Neben kulturtouristischen und natürlichen Ressourcen sind es vor allem die Leistungsträger vor Ort, die dazu beitragen, dass der Gast sich in der Region wohlfühlt und genau hier seine „Zweite Heimat“ findet.

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