ITB Rückblick – Mike Adams zieht Bilanz

ITB 2018 – Unser Rückblick

Ein kurzer Kommentar von Mike Adams zur 52. ITB in Berlin

Ich bekomme es nicht mehr zusammen. War es meine 34. oder doch die 36. ITB? Was war anders, welche Eindrücke bleiben?

Diese ITB schien mir noch mehr geprägt von Vorträgen auf den unterschiedlichen Bühnen – und die waren fast alle komplett überlaufen (oder der Zuschauerraum unterdimensioniert). Von Doug Lansky‘s brillantem Vortrag zur Zukunft der DMO bis hin zur von Dr. Ulrike Regele moderierte Podiumsdiskussion zu den „Smart Destinations“ – Es wurden gefühlt mehr Ideen, Konzepte und Denkanstöße präsentiert als in vergangenen Jahren.

Je nachdem mit welchem Aussteller ich sprach, war mal der Mittwoch voller, mal der Donnerstag besser besucht. Allerdings waren sich alle einig: am Freitag waren die Hallen leer… Der eine oder andere schaute nochmal für ein oder zwei Stündchen am Stand vorbei, aber im Großen und Ganzen war doch spätestens ab mittags Ebbe an den Ständen – für mich eine gute Gelegenheit in Ruhe durch die Hallen zu gehen und mit verschiedenen KollegInnen in Ruhe über aktuelle Entwicklungen im Destinationsmarketing zu sprechen.

Nachhaltigkeit, nicht nur beim Reisen und in den Destinationen, sondern insbesondere auch im Destinationsmarketing selbst, scheint eine immer größere Bedeutung zu bekommen. Weniger Strohfeuer, die lichterloh brennen, dann aber schnell verglimmen. Dafür Maßnahmen, die auf mehrere Jahre angelegt sind und nachhaltig wirken.

Und ein weiteres Thema bleibt, zumindest für mich: Immer noch redet die Mehrheit unserer Branche von Touristen. Solange wir es nicht schaffen von Gästen zu sprechen, werden wir es auch nicht schaffen, Touristen wie Gäste zu behandeln. Aber, wie jedes Jahr gilt: nach der ITB ist vor der ITB! Und vielleicht klappt es ja im Laufe des nächsten Jahres das Bewusstsein in unserer Branche für die Gattung „Gäste“ zu schärfen…

Ihnen eine schöne Osterzeit, bleiben Sie gesund!