Boomfaktor Filmtourismus

Von der Urlaubsregion zur Film-Location? Die Filmindustrie in Deutschland boomt. Location-Scouts durchziehen Deutschlands Regionen auf der Suche nach den besten Drehorten. Und das kann sich für Destinationen durchaus lohnen: Etwa jeder fünfte Euro bleibt in der Region!
Einnahmequellen gibt es viele: Unterkunft, Catering, Genehmigungen, Merchandising…Und dann natürlich der Marketing-Effekt: Ein Filmteam kommt nicht selten mit 20 – 200 potenziellen Multiplikatoren in die Region.

 

Wie aber schafft man es als Destination, sich für die Branche attraktiv zu machen?
Einzigartig, einheimisch, besonders und authentisch – so sollte sich die Region präsentieren. Wichtig sind clevere und gut abgestimmte Präsentationsunterlagen inklusive vielseitigen Fotos zu jeder Jahreszeit und Informationen zu Anfahrtswegen und Logistik.
Um ein Filmteam für Ihre Region zu begeistern, lohnt es, selbst aktiv zu werden: Schon die Autoren haben ein bestimmtes Bild im Kopf, welches dann als Motiv vom Location Scout gesucht und später inszeniert wird. Warum nicht mal einen Drehbuchautoren-Famtrip planen und die Destination bewerben?
Ebenso wichtig: Um sich als Drehort zu bewähren sollte ein verbindlicher Ansprechpartner in der Destination zur Verfügung stehen. Dieser vermittelt dann bei allen Fragen, auch zu Genehmigungen, Logistik, Anwohnern.

Gut zu wissen
Zahlen belegen, dass während einer Ausstrahlung Besuche und Posts in sozialen Medien signifikant höher sind – und das auch, wenn es im Film z.B. eher düster zugeht. Das Image wird selten auf die Urlaubsregion übertragen. Viele Gäste machen sich gezielt auf. Da ist es wichtig, vorbereitet zu sein und diese nicht enttäuscht vor leeren Kulissen stehen zu lassen, denn in der Regel sieht es im Film ganz anders aus als in der Realität. Absprachen und Kooperationen mit der Filmgesellschaft helfen bei der Umsetzung der Marketingmaßnahmen.

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