Nachhaltig vermarkten

Nachhaltiges Reisen im Trend: Tipps für Ihr Marketing

Kaum ein Thema ist aktuell so präsent wie der Klimaschutz – und dieser ist auch für die Tourismusbranche von großer Bedeutung. Auch wenn sanfter Tourismus und grüner Fußabdruck manchen Ohren schon länger ein Begriff ist, so werden die Rufe nach nachhaltigen Angeboten und der Rettung der Ökosysteme jetzt erst laut. Wer in den Urlaub fährt, der möchte an sauberen Stränden sonnenbaden und zur Erholung in den Bergen intakte Natur genießen.

Deutschland als nachhaltiges Urlaubsziel

Auch Deutschland bemüht sich um ökologische Verantwortung und kann bundesweit mit vielen Projekten aufwarten. 2016 bewarben sich 27 Destinationen aus 12 Bundesländern um den Titel „Nachhaltige Tourismusdestination Deutschland“. Und für Deutschland mit dem TOP-Quellmarkt Deutschland und starken Nahmärkten wie Polen, die Niederlande, die Schweiz und Dänemark bieten sich viele Möglichkeiten, die nachhaltigere Reise zu platzieren, denn hier kann der Gast schon bei der Anreise auf Umweltschutz zu schalten und von Flug auf Schiene oder Straße umsteigen

Klimaschutz bei der Anreise

Laut einer repräsentativen Umfrage der Leuphana Universität hat mehr als die Hälfte der deutschen Reisenden großes Interesse an nachhaltigen Reiseangeboten. Perfekt für Ihr Marketing rund um nachhaltige Produkte, denn diese lassen sich schlüssig mit der flugzeugfreien Anreise kommunizieren. Viele deutsche Urlaubsziele sind mit der Bahn erreichbar, zumindest größere Hubs in nicht weiter Entfernung. Wie wäre es dann mit dem lückenlosen Angebot von e-Autos, kostenloser Nutzung von Bussen oder sogar dem Angebot, mal auf e-Bike umzusteigen, während der Gepäckservice die Koffer vom Zug ins Hotel transportiert?

Wichtig bei der Kommunikation: Halten Sie wie immer, was Sie versprechen! Wenn Sie über Busverbindungen sprechen, dann müssen diese auch regelmäßig und einfach verständlich für den Gast nutzbar sein.

Autofreie Destinationen

Klar, dass es in Städten und Metropolregionen einfacher ist, während des Urlaubs auf das Auto zu verzichten. Manche Geheimtipps lassen sich einfach derzeit nur mit dem Auto erkunden – vor allem wenn wir auch an Regentagen nicht im Hotel bleiben wollen. Doch gerade bei Destinationen mit einem gut besuchten POI, kann es lohnen, einfach mal drauf los zu denken: 

Lassen sich Staus, Abgase und Parkplatzprobleme vielleicht mit einem Shuttlebus lösen, wodurch vielleicht die Gastronomie am Standort noch ein oder zwei Bier mehr verkauft? Oder wäre auch hier die Nachfrage nach alternativen Transportmitteln zum Ausleihen da, das Angebot aber noch nicht stimmig?

Egal wie: Sobald Sie Produkte in Ihrem Angebot haben, machen Sie diese bekannt! Perfekt eignen sich hier zum Beispiel Kombtickets oder Dicountlösungen. Das Beste daran: So können Sie gleich noch Besucherströme lenken und die Wertschöpfung an einer anderen Location gegebenenfalls erhöhen!

Natur pur & regionaler Genuss

Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und „Local Experiences“ liegen schwer im Trend. Warum also nicht kombinieren, denn beides passt wunderbar auch zum Thema Nachhaltigkeit:

Erst per Rad oder Wanderschuh die Natur genießen und abends regionale Speisen genießen – natürlich produziert mit Produkten aus der Region. Ein Angebot, das oft im ländlichen Raum schon existiert aber der Wert für das Marketing noch unterschätzt wird. Nutzen Sie diese Diamanten!

Plastikfreies Urlauben

Neben der Produktion schädlicher Treibhausgase sind vor allem die Berge an Plastik-Müll verantwortlich für die Zerstörung von Ökosystemen. Dieses Problem hat mittlerweile auch das EU-Parlament angegangen und verbietet die Benutzung von Einweg-Plastik wie Ohrenstäbchen, Strohhalme oder Einwegbesteck. Das Verbot tritt 2021 in Kraft.

Und welche Wichtigkeit plastikfreie Angebote einnehmen, zeigt zum Beispiel ein Reiseveranstalter aus den USA, der sogar schon eine „Zero Waste“ Tour anbietet.

 

Die Alternativen

Destinationen sollten aber nicht so lange warten. Viele Unternehmen haben sich dem Problem schon vor einiger Zeit angenommen und bieten nachhaltige Alternativen zu den genannten Plastik-Produkten an. Arbeiten Ihre Leistungsträger bereits mit diesen Lieferanten zusammen? Und neben den bald verbotenen Produkten lassen sich auch viele weitere Alternativen finden: Ein junger Unternehmer in Kalifornien macht es vor: Schluss mit Plastik in Hotelbadezimmern: www.nohbodrops.com

Und nicht nur die Natur dankt Ihnen und Ihren Leistungsträgern für die Umstellung: Gerade aktuell wird gerne um Best Practices berichtet und Sie sollten mit Ihren Angeboten und „Plastik-frei“-Kampagnen nicht hinter dem Berg halten!

Das Wichtigste zum Schluss

Sie sehen, Optionen gibt es viele. Wichtig ist, dass Sie das Thema auf die Agenda bringen und möglichst Ganzheitlich umsetzen: Ihre Gäste werden es merken, wenn Sie sich im Marketing nachhaltig präsentieren, Ihren Kaffee in der TI aber in Einweg-Geschirr verkaufen. Nehmen Sie sich also Zeit und vor allem unter die Lupe – und kommunizieren Sie dann sehr gezielt!

Ideenaustausch gefällig?

Wir stehen gerne für ein gespräch zur Seite und entwickeln ein passendes Marketingkonzept.

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