Störfaktor Tourist. Ist Overtourism auch in Deutschland ein Thema?

Overtourism in deutschen Destinationen

Der Begriff Overtourism ist in aller Munde. Und das zunehmend auch außerhalb der Städte. Doch sind auch deutsche Destinationen betroffen? Und, wenn ja, ist das nur ein Problem für Städte oder hat das Phänomen auch bereits ländliche Regionen erfasst? Wir haben nachgefragt!

Auf dieser Seite finden Sie:

 

Zusammenfassung der Umfrageergebnisse

Um ein Stimmungsbild unter deutschen Tourismusakteuren einzuholen, starteten wir Anfang diesen Jahres eine Meinungsumfrage. Die Ergebnisse haben wir für Sie zusammengefasst.
Neugierig? Eine Zusammenfassung der Ergebnisse unserer Umfrage gibt es hier.

Präsentation auf der ITB

Auch auf dem ITB Kongress widmeten wir uns dem Thema anhand einer Präsentation. Dabei stellten wir erste Ergebnisse vor und präsentierten einige, aus der Umfrage identifizierte, Maßnahmen zur Gegenlenkung. Die Präsentation „Störfaktor Tourist. Ist Overtourism auch in Deutschland ein Thema?“ können Sie auf Youtube anschauen.

Präsentation verpasst? Kein Problem, hier gibt’s die Aufnahme unseres ITB-Vortrags.

Zusammenfassung

Maßnahmen, um Problemen des Overtourism zu begegnen

Aus den Umfrageergebnissen konnten wir verschiedene Kommunikations-Ebenen identifizieren. Auf diesen Ebenen sollten DMOs aktiv werden, um den Herausforderungen durch Overtourism entgegenzuwirken. Am besten, bevor die Probleme akut werden und sich die Schlagzeilen häufen. Eine ganzheitliche Kampagne aus Außen- und Binnenmarketing in Verbindung mit Produktentwicklung bildet die Grundlage dafür. Die Maßnahmen, die sich daraus in den einzelnen Ebenen ergeben, sollten individuell an die Bedürfnisse und Herausforderungen der jeweiligen Region angepasst werden. Gezieltere Vermarktung, eine Neudefinition des Angebots oder die Schaffung von Alternativangeboten abseits der touristischen Hotspots sind nur einige der Bausteine.

 Kommunikation bildet die Basis

Der Kern einer jeden Strategie muss aber sein, alle Akteure auch einzubinden, sie zu informieren und einen Austausch zu gestalten. Dafür eignen sich unter anderem folgende Ansätze:

– Präsenzveranstaltungen: Austausch und vor allem „Zuhören“ ist hier das Gebot. Durch persönliche Kontakte wird Bindung geschaffen.

– Medienpartner, lokale & regionale Netzwerke: Über Medien und Netzwerke wird branchenübergreifend kommuniziert und das Thema bekommt Gewicht. Online

– Online-Plattformen: Ein digitales Dach für die Maßnahmen, auf der zielgruppenspezifisch relevante Informationen ausgegeben werden und branchenübergreifend eine Plattform verbindet.

Unterstützung der Maßnahmen durch Online-Plattformen und eLearning

Einwohner und Bevölkerung mitnehmen. Ein Vorschlag, der häufig genannt wurde. Dazu hilft es, die Identifikation mit dem Gast und der eigenen Destination zu steigern. Nach innen empfiehlt es sich daher Werte, Hintergrund-Informationen und Wissen zu vermitteln. Mit eLearning-Tools oder Online-Netzwerken kann dieses gezielt weitergegeben und eine für alle Akteure jederzeit zugängliche Plattform geschaffen werden. Hier können Maßnahmen gebündelt und verschiedensten Interessen gleichberechtigt begegnet werden. Lesen Sie hier mehr zum Thema eLearning im Tourismus.

Learnings aus der Umfrage „Overtourism in Deutschland“

Viele spannende Ergebnisse konnten wir aus der Umfrage ziehen, die zwar nicht den Anspruch hatte, eine vollumfassende Analyse zu werden, uns aber vor allem eines gezeigt hat: Um wirklich erfolgreich gegen das Phänomen Overtourism aktiv zu werden, ist Austausch gefragt. Unterschiede in der Wahrnehmung der Probleme, andere Ziele und Interessen und regionale, individuelle Herausforderungen lassen kein Allheilmittel zu. Wir freuen uns über Ihr Feedback und einen engeren Austausch mit Ihnen, um gemeinsam Möglichkeiten und Maßnahmen für Ihre Destination zu entwickeln.

Online- und Offline-Weiterbildungsangebote?

eLearning-Plattformen, Webinare, Workshops und viel mehr. Gerne setzen wir die Maßnahmen für Sie um!

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