Marketingverbund statt Koexistenz – Die Marketinggemeinschaft erfolgreich machen

Marketinggemeinschaften – So klappt’s mit der Arbeitsgemeinschaft von Städten und Regionen

Wer mit seiner Destination schon einmal Teil einer überregionalen Marketingkooperation war der hat es wahrscheinlich schon mal erlebt: Städte oder Regionen schließen sich für ein gebündeltes Marketing zusammen, Kirchturmdenken war gestern, endlich kooperativ und auf Zukunft gepolt. Doch dann, die Wochen vergehen, die Mails bleiben hängen, Sitzungen verschoben, Aktionen verlegt. Schnell ist aus einer Kooperation eine Koexistenz geworden. Aber warum? Und was machen die Regionen anders, bei denen die Marketinggemeinschaft nachhaltig funktioniert?

Kirchturm ade – Destinationen auf Erfolgskurs

Die Bedeutung einer Zusammenarbeit über die eigene Stadt und Region hinaus ist in Deutschland schon lange angekommen. Motiviert und mit großen Zielen schließen sich immer mehr Destinationen zusammen, es geht um das große Ganze, nicht um den eigenen Springbrunnen.

Wenn aus Kooperation Ko-Resignation wird

Oft hält die anfängliche Motivation und Energie nicht lange. Spätestens bei der Aufgabenverteilung nagen bei einigen schon die Zweifel. Denn darin liegt oft der Grund für ein Scheitern: Die neuen Arbeitsfelder werden nicht in die verfügbaren Ressourcen eingerechnet. So fällt die Arbeit für die Marketinggemeinschaft als Zusatz an. Und bleibt natürlich dann auch oft liegen. Meetings werden lieber in Telefonate oder E-Mails umgewandelt, Deadlines flexibel gemacht und Entscheidungen hinausgezögert.

Checkliste: Wie klappt es mit der Arbeitsgemeinschaft?

Auch wenn sich bei einigen Marketinggemeinschaften Unmut eingeschlichen hat, das große Ziel doch nicht mehr so wichtig erscheint – es gibt auch gelungene Kooperationen! Doch was machen diese anders, was ist ihr Erfolgsrezept?

  • Arbeitsgemeinschaft gut planen

    Eine Arbeitsgemeinschaft sollte gut durchdacht und nachhaltig geplant sein. Auch wenn es „unter den Nägeln brennt“, Zeit für die Erarbeitung der Strategie, der Ziele und der Herangehensweise sollte immer eingeplant werden.

  • Organisations- und Entscheidungswege definieren

    Wer entscheidet denn, wie die Kooperation zukünftig funktioniert? Wer hat den Hut auf? Auch wenn viele Abläufe gemeinschaftlich erarbeitet werden, sollte die genaue Organisationsstruktur inklusive Entscheidungsabläufen festgehalten werden.

  • Aufgaben zwischen den Mitgliedern verteilen

    Sind Aufgaben und Entscheidungsfreiheiten von vornerein klar geregelt, kann bei der Umsetzung viel Zeit gespart werden. Legen Sie klar fest, wer wofür zuständig ist und kommunizieren Sie dies an alle Beteiligten.

  • Arbeitszeit für Verbund fixieren

    Die Arbeit für die Marketinggemeinschaft sollte fest in das eigene Zeitkontingent eingeplant werden. Bestenfalls pro Tag ein bestimmter Zeitraum, der fest für die AG-Aktionen eingeplant wird, um im Zeitplan zu bleiben. Reicht die Zeit dennoch nicht aus? Dann denken Sie darüber nach, ob Sie Aufgaben vielleicht auch extern auslagern können.

  • Kommunikation organisiert angehen

    Kommunikation ist die entscheidende Zutat. Nicht nur, da die Gemeinschaft ja gerade vom direkten Austausch untereinander profitiert. Auch, weil durch persönliche Kommunikation Unstimmigkeiten schnell aus der Welt geschafft werden können. Was außerdem für die Arbeit im Alltag immens erleichtert, sind Online-Kommunikations-Tools. So wird auch keiner mehr im CC vergessen, keine Deadline mehr verpasst.

  • Arbeitsmaterial zugänglich machen

    Ohne das richtige Werkzeug und die aktuellsten Unterlagen helfen auch die oben angesprochenen Tipps nicht viel. Stellen Sie sicher, dass jedem für seine Aufgabe das nötige Material wie Broschüren, USB-Sticks und Bildmaterial zur Verfügung steht. Damit auch jeder immer die aktuellsten Versionen einsehen kann empfiehlt sich die Organisation an einem zentralen Ort mit einem zuständigen Ansprechpartner.

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