Touristiker und Astronauten – was haben wir gemeinsam?

Mit einem inspirierten Team zum Erfolg

Die meisten von uns arbeiten in einem Team, ob groß oder klein. Täglich interagieren wir dabei mit Kollegen und Mitarbeitern, da können auch mal Reibungen entstehen. In einem Artikel des Geo-Magazins beschreibt Jack Stuster, langjähriger Berater der NASA, sein Erfolgsrezept für ein gutes Teamklima. Dieses lässt sich nicht nur auf das deutlich engere Umfeld im All anwenden, die Tipps lassen sich auch prima auf den Büroalltag adaptieren.

  1. Realistische Arbeitsziele formulieren

Um Unzufriedenheit im Team zu vermeiden, sollten realistische Arbeitsziele gesetzt werden. Stuster sagt, „nichts untergräbt die Leistung einer Crew so sehr wie unrealistische Arbeitsziele. Weil das in Teams den Eindruck entstehen lässt, permanent zu scheitern“. Zeitpläne, allgemeine Ziele, Verkaufsziele… Erreichbar und realistisch sollten sie sein. Denn gemeinsam erarbeitete Erfolgserlebnisse schaffen Zusammenhalt und individuelle Zufriedenheit.

  1. Arbeitsmenge ausgewogen verteilen

Ein überlasteter Kollege ist meist kein glücklicher Kollege, und je nach Persönlichkeit bekommt das auch das Team zu spüren. Stress und Reibungen sind vorprogrammiert. Was aber genauso fatal für ein Team sein kann, ist Unterforderung. Zu wenig Arbeit führt zu Frustration, zum Gefühl, nicht nützlich zu sein und nicht genug zu leisten. Eine ausgewogene Arbeitsverteilung im Team ist deshalb extrem wichtig und sollte zudem laufend im Team abgesprochen werden. Laut Stuster nehmen bei Unterforderung die Fehler messbar zu.

  1. Belohnungen und Zusammenhalt

Kleine, gemeinsame Aktivitäten sind wichtig. Ein Teamgefühl und Zusammenhalt entsteht durch ein gesundes Miteinander. Und das kann gefördert werden. Stuster nennt gemeinsame Mahlzeiten als wichtiges Beispiel um das Teamgefühl zu stärken. In den Raumschiffen wurden dafür extra Esstische eingebaut, damit die Crew einmal am Tag gemeinsam essen konnte. Ab und zu wurde auch Schnaps und Wein serviert, um besondere Gerichte zu begleiten. Außerdem sorgen Belohnungen für erfolgreiche Teams für Anerkennung.

Mit ein wenig Kreativität ist es nicht schwer, den Kollegen oder Partnern etwas Gutes zu tun und den Zusammenhalt zu stärken. Im Büroalltag kann die Belohnung ein gemeinsamer Besuch im Eiscafé bedeuten, einen Kaffee mit den Kollegen oder ein kurzer, gemeinsamer Spaziergang in der Pause. Und schauen Sie sich gerne mal in Ihren Räumlichkeiten um: Haben Sie überhaupt Team-Räume geschaffen, eine Ess- oder Sofaecke, die zum gesunden Austausch anregt?

  1. Gemeinsame Aktivitäten fördern

In der Antarktis rettete Teambuilding Leben: Der Mannschaft eines im Packeis festgesetztes Schiffes drohte Apathie, psychischer Zusammenbruch. Der Schiffsarzt setzte dann auf eine etwas andere Therapie: Sportliche und kreative Wettbewerbe und gemeinsame Mahlzeiten. Dieses Teambuilding rettete die Mannschaft. In dieser Situation war das eine Frage von Leben oder Tod. Im Büro ist es eine Frage der allgemeinen Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Teams sollten also dazu angehalten werden, in gemeinsamen Aktivitäten zusammenzufinden, aus dem teils tristen Büroalltag auch mal auszubrechen.

Dabei ist es nicht immer notwendig auf teure Maßnahmen zu setzen. Die Kleinigkeiten, die unter Punkt 3 schon erwähnt wurden, stärken das Team. Auch nach der Arbeit oder an einem speziellen Team-Nachmittag lassen sich günstige Möglichkeiten finden. Ein Beispiel aus unserem Büro: Regelmäßig gehen wir als TourComm-Team bowlen oder minigolfen. Beim Tippspiel zu WM und EM sind ganz neue Dynamiken entstanden. Und ein Grillabend im Sommer ist ein willkommener Pfiff in den Feierabend.

  1. Auf Geschlechterverteilung achten

Eine ausgewogene Verteilung von Männern und Frauen kann entscheidend für den Erfolg und die Zusammenarbeit eines Teams sein. Reine Männerteams verändern laut Stuster das Verhalten bereits stark, wenn auch nur eine Frau dabei ist. Es zeigte sich die Astronauten regelmäßiger wuschen, weniger Alkohol tranken und die Arbeitsleistung stark zunahm. Zu diesem Punkt gibt es jedoch keinerlei weitere Belege, das Thema, ob die Geschlechterverteilung tatsächlich Auswirklungen auf die Teamleistung hat, ist stark diskutiert aber kaum erforscht. Tatsache ist jedoch, dass Führungskräfte bei der Auswahl neuer Kollegen das Teamgefüge im Blick haben sollten. Ob sich jemand gut ins Team einfügen kann, sollte bei der Bewertung einen hohen Stellenwert bekommen.

Fazit

„Mitfühlen. Das Wohl der Gruppe im Auge behalten. Verlässlich sein. Sich zurücknehmen. Wenn wir das schaffen“, sagt Stuster, „können Menschen miteinander tatsächlich Unglaubliches erreichen.“ Den ganzen Artikel können Sie hier aufrufen.