Unvergessen: Das DCHH20

Ein Rückblick auf das DCHH20

von | Feb 3, 2021 | Messen & Events

Formate wie Barcamps leben vom persönlichen Austausch. Nicht verwunderlich daher, dass die Veranstalter des DCHH20 alles Mögliche dafür taten, um die Veranstaltung stattfinden zu lassen.
Dazu wurde mit der Trabrennbahn Bahrenfeld eine bewusst weiträumige Location gewählt

Das Vorgeplänkel

Schon bei der Ankunft kam der Eindruck auf, dass hier alles durchgeplant und organisiert ist. Ohne Mund-Nasen-Schutz und Fieberkontrolle per Thermometer war kein Eintreten. Die Sitzplätze waren festgelegt, an allen Eingängen standen Spender zur Handdesinfektion.

Die Auftaktveranstaltung, am Mittwoch den 29.09.2020, fand sozusagen in einem riesigen Zirkuszelt statt. Ein besonderes Ambiente und durch die 1,5 Meter Abstand dazu noch sehr großflächig.
Die Einweisung bzgl. der Regeln und des Vorgehens für die nächsten Tage war mit Hilfe eines Erklärvideos leicht verständlich aufgearbeitet. Gespannt wurde dann die Vorstellung der einzelnen „Pauschalreisen“ verfolgt. Hierbei handelte es sich um vorgefertigte „Stundenpläne“, welche verschiedene Workshops über zwei Tage hinweg kombinierten.

Anders als bei einem „normalen“ Barcamp konnte man sich 2020 nicht alle Wunschthemen flexibel aussuchen sondern musste sich eine der sechs „Pauschalreisen“, benannt nach den Hauptsponsoren, herauspicken. Ziel dabei war es, sich als Gruppen zu finden und auch zusammen zu bleiben. Eine Vermischung der Teilnehmer, wie beim klassischen Format, durfte aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

Der Workshoptag

Tag 2 begann entsprechend damit, dass jeder Teilnehmer sich am Raum seiner „Pauschalreise“ einfand. Da die verschiedenen Räume auch unterschiedliche Kapazitäten hatten, war keine gleichmäßige Aufteilung möglich. Insgesamt schienen sich aber letztendlich alle anwesenden Touristiker sehr ausgewogen zu verteilen.

Es folgten drei Sessions mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und Moderatoren.

Die Pauschalreise Infomax beschäftigte sich am Morgen mit „Automatisierung und Outsourcing von Dienstleistungen“. Hierbei lag der Fokus darauf zu diskutieren, in welchen Bereichen Automatisierung bzw. Outsourcing möglich und sinnvoll ist. Am Ende wurden die Ergebnisse für alle präsentiert.

Die zweite Session war grundlegend anders aufgebaut. Hier wollte man sich mit Hilfe einer sogenannten „Aufstellung“, dem komplexen Thema der „Fremdenfeindlichkeit im Tourismus“ nähern, für das vor allem abstraktes Denken und viel Vorstellungskraft gefordert waren. Dabei sollten sich vier Freiwillige im Raum in zwei unterschiedlichen Szenarien anordnen, ohne zu wissen wen sie genau repräsentierten. Der Rest der Gruppe sollte zusehen und Schlüsse daraus ziehen. Zumindest eines der Ziele: „zu irritieren“ wurde dabei erreicht. Die Fragezeichen standen der Gruppe noch in der Mittagspause ins Gesicht geschrieben. Stichwort Mittagessen: Hier wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Für jeden Geschmack war hier etwas dabei. Salatteller oder Desserts waren bereits portioniert, warme Gerichte wurden serviert.

Gestärkt ging es dann zur dritten Session „Entwicklung kleiner Tourismusorte – Nachhaltigkeit in dörflichen Strukturen“. Die Keynote zum Thema hielt Hansjörg Mair von der Schwarzwald Tourismus GmbH. In der Session ging es unter anderem um das Konzept der „Albergo Diffuso“. Dieses ist zweifellos interessant um kleinen oder ausgestorbenen Orten zu neuem Glanz und Tourismus zu verhelfen. Hierbei bildet das ganze Dorf das Hotel. Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Rezeption verteilen sich über die gesamte Fläche und sind perfekt in das Ortsbild integriert. Eine Idee, wie sie beispielsweise bereits in der Schweiz oder Italien umgesetzt wurde.

Wie jedes Jahr folgte auf die letzte Session des Tages die mit Spannung erwartete Enthüllung der Abendlocation. Hier sollten die Touristiker in ungezwungener Atmosphäre zusammenkommen und ein paar, im Rahmen der Möglichkeiten, ausgelassene Stunden genießen.

Die Abendveranstaltung

Schließlich trafen wir uns am Abend im Schmidts Tivoli Theater auf der Reeperbahn. Unter Einhaltung strikter Hygienebestimmungen erwartete uns dort ein buntes Varieté Programm mit Stand-Up Comedy, Gesang, Jonglage und Akrobatik. Auch hier blieben die kleinen Gruppen unter sich. Die Tische wurden ebenfalls im Voraus zugeteilt. Es gab ein drei-Gänge-Menü, exklusive Popcornsorten und Gold aus dem Glas (gesponserten Pfälzer Riesling). Es entwickelte zu einem schönen Abend mit tollem Entertainment und netten Gesprächen im kleinen Kreis.

Die Szenario-Werkstatt

Der Donnerstag läutete dann bereits das Finale des Destination Camps 2020 ein. Nach einem kurzen Get-Together am Morgen, welches einen Überblick über den weiteren Ablauf gab, fand sich die Reisegruppe Infomax wieder zusammen. In der Session „Kommunikationsstrategien“ waren alle Teilnehmer gefragt, das erlernte Wissen des Vortages zur Anwendung zu bringen. Mittels eines Rollenspiels sollte eine Tourismusstrategie für eine kleine fiktive Gemeinde entwickelt werden. Das Szenario bot die Möglichkeit, sich in unterschiedliche Positionen von Bürgermeister, über den zugezogenen Architekten und lokalen Gastwirt, bis hin zum besorgten Bürger hineinzudenken. Am Ende wurden die Ergebnisse über Schaubilder am Flipchart präsentiert.

Der Abschied

Nach einem letzten Snack am Nachmittag folgte das abschließende Beisammensein im Zirkuszelt, inklusive Rückblick, Ausblick, Danksagungen und natürlich der Vorstellung der Ergebnisse aus den vorangegangenen Workshops.

Es wurde nochmals emotional als die netzvitamine ihre Zusammenarbeit auch für 2021 ankündigten und das neue Logo des DSTNCMP21 enthüllt wurde.

Alle Erkenntnisse und Ergebnisse des Destination Camps wurden 2020 in einer Werkschau zusammengestellt. Rückblicke und Bilder sowie Anmeldung für das DSTNCMP21 gibt es auf: www.destinationcamp.com.