Wie vermittelt man Wissen effizient und einfach? 

Die richtige Antwort gibt es nicht!

Gibt es ein richtig oder falsch, wenn es um die Auswahl der Trainingsmethode geht? Ist ein Workshop immer besser als eine Broschüre? Oder sind wir im digitalen Zeitalter angewiesen auf eLearning, Apps und virtuelle Welten? Ich setzte mich als Projektleiterin für eLearning fast täglich mit diesen Fragen auseinander. Wo die Reise hingehen soll ist ungewiss. Denn eines kann ich mit Sicherheit sagen: Eine richtige Antwort gibt es nicht!

Um wen geht es eigentlich?

Die Auswahl der Methode zur Wissensvermittlung sollte den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen. Klingt ziemlich abgedroschen, ist aber so: Es darf nicht um die Bedürfnisse des Trainers, Kunden oder Marketingleiters gehen. Denn wer macht die Veranstaltung, den PrintLeitfaden oder eine Online-Plattform erfolgreich? Genau, der Teilnehmer. Der Empfänger Ihrer Nachricht. Sie sollten sich also die Frage stellen: Was will ich erreichen? Und vor allem, wen und wie viele? Welche Themen will ich vermitteln und noch wichtiger: Was braucht der Teilnehmer?

Das Printprodukt

Geht es um starre Information, feste Handlungsanweisungen, die sich in absehbarer Zeit nicht ändern und keine Anpassungen erfordern? Dann klingt der Schritt zum Printprodukt doch logisch – und spart gegenüber der Online-Plattform Zeit und Geld.

Präsenz schlägt Print?

Oder geht es doch darum, auch ein Gefühl der Verbundenheit aufzubauen? Wissen nachhaltig zu vermitteln und gleichzeitig auf persönlicher Ebene anzusetzen? Vielleicht ist dann der Schritt zum Präsenzworkshop effizienter. Das kostet im Normalfall mehr Zeit und wahrscheinlich auch mehr Geld. Aber: es geht ja darum, aus Sicht der Teilnehmer bewerten. Also: Ja! Seminare, Workshops und In-House Trainings schaffen Verbundenheit, geben den Teilnehmern die Möglichkeit zum Networking und Ihnen die Chance, Ihre Kollegen und Partner besser kennenzulernen.

Muss es immer online sein?

Was passiert nun aber, wenn Ihre potenziellen Teilnehmer den Fahrweg und die Zeit nicht in Kauf nehmen können oder wollen? Die Veranstaltung verpflichtend zu machen klingt aus Sicht des Organisators simpel, doch schaffen Sie so ein Wir-Gefühl? Ich glaube nicht…

Dann sollten Sie vielleicht doch über eine Online-Plattform nachdenken. Diese erlaubt Ihnen, Wissen interaktiv und stetig zu vermitteln, Aktualisierungen einfach zu kommunizieren und den Teilnehmern die Chance zu geben, sich die Informationen im eigenen Tempo anzueignen. Aber ja, die Erstellung von Websites oder eLearning-Plattformen kostet Zeit und ist im Vergleich zu den anderen Maßnahmen auch aufwändiger. Doch sollten wir nicht mit allen Entscheidungen nachhaltig denken? Lohnt sich diese im ersten Schritt aufwändige Maßnahme doch, wenn sie in der Instandhaltung dann gegenüber der Neuproduktion von Printmaterial wieder günstiger ist? Auch hier ist also die Frage: Auf welche Dauer ist Ihre Maßnahme ausgelegt?

Gibt es einen Mittelweg?

Wie immer schreit das Thema nach einem Kompromiss. Vor allem, wenn wir auch die Anzahl Ihrer Empfänger mit in die Waagschale werfen: Lohnt die Broschüre bei 30 Empfängern? Wohl kaum… Aber Workshops für 3000 – das könnte mühsam werden. Sie sollten also alle Faktoren beachten. Und dann bewerten. Vielleicht findet sich ja doch ein Mittelweg, zum Beispiel über ein Webinar: Mit dem Online-Seminar sind Sie persönlicher unterwegs als mit der Broschüre, und dennoch ist eine Anpassung unkompliziert und die Reichweite hoch. Packen Sie’s an!

Die Entscheidung ist nicht leicht… Es hilft aber nix, den Kopf in den Sand zu stecken. Es warten wissenshungrige Partner, Kunden und Multiplikatoren darauf, mit neuen Informationen versorgt zu werden. Ergreifen Sie also die Initiative und gehen es an! Und wie wäre es denn mit dem Gedanken, die Methoden einfach zu kombinieren?

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