Erfolgreich im Influencer Marketing

6 Tipps für Ihr Multiplikatorenmarketing im Tourismus

Influencer Marketing ist heute ein wichtiger Bestandteil vieler Marketingpläne von Destinationen. Dabei besticht die Maßnahme damit, dass nicht die Marke oder das Unternehmen Absender der Werbebotschaft sind, sondern die Influencer.

Sie genießen in der Regel in ihrer Community eine besondere Glaubwürdigkeit, sie werden als Experten angesehen und die Follower vertrauen auf ihre Meinung.

Die Herausforderung

Die Herausforderung beim Einsatz dieses Instruments zeigt sich oft bereits in der Planungsphase. Es existiert eine immense Vielzahl Blogs und Kanälen auf denen noch mehr Beiträge, Fotos und Videos um die Aufmerksamkeit der Leser buhlen. Es wird immer schwerer, in dieser Masse herauszustechen und Aufmerksamkeit für das Produkt zu erregen.

Zudem gibt es immer wieder Fälle, in denen von gekauften Followern die Rede ist. Kampagnen verlaufen nicht so wie sie sollten und die rechtlichen Rahmenbedingungen werden nicht eingehalten. Daher heißt es für Destinationen: Machen Sie sich einen Plan. 6 Tipps, die wir aus der Veranstaltung von news aktuell mitgenommen haben, stellen wir Ihnen im Folgenden gerne vor.

6 Tipps für erfolgreiches Influencermarketing im Tourismus

 

1. Definieren Sie Ihre Ziele

Wie bei jeder anderen Marketingmaßnahme gilt: Ziele festlegen steht am Anfang! Schauen Sie, WAS Sie sich von der Maßnahme versprechen, und WEN Sie damit erreichen möchten. Wer ist Ihre Zielgruppe? Wichtig ist dann der zweite Schritt, indem Sie diese Ziele und Zielgruppen mit den Followern der einzelnen Influencer vergleichen.

 

2. Finden Sie den richtigen Influencer

Wie immer heißt es auch hier: Nehmen Sie sich Zeit für den „Background Check“, schnell mal einen Influencer aussuchen wird nicht funktionieren. Und dabei ist wichtig zu beachten, dass die Reichweite nicht alles ist. Jagen Sie nicht Zahlen hinterher, sondern schauen Sie sich die Beiträge in den verschiedenen Kanälen genau an. Weniger Reichweite aber ein höheres Engagement (Likes, Kommentare) spricht für eine aktive  Zielgruppe. Außerdem ist eine geringere Reichweite oft effektiver, denn sie bedeutet weniger Streuverlust. Kleinere, auf ein Thema spezialisierte Zielgruppen sind authentisch. Eine umfangreichere Checkliste zur Auswahl des richtigen Bloggers finden Sie in unserem Artikel Blogger-Auswahl leicht gemacht.

 

3. Klären Sie die Bedingungen der Zusammenarbeit

Wenn Sie die passenden Influencer für Ihre Botschaft gefunden haben heißt es, die Rahmenbedingungen festzuziehen. Das geht natürlich deutlich einfacher und schneller, wenn Sie bereits persönliche Kontakte zu verschiedenen Kontakten aufgebaut haben. Anders als bei Pressereisen fällt bei Influencer-Reisen neben dem Sponsoring der Reise oftmals noch eine Vergütung an, vor allem, wenn Foto- und Videomaterial erstellt wird. Halten Sie in jedem Fall die Bedingungen schriftlich fest und klären Sie Ihre Rechte, vor Veröffentlichung ggfs. nochmals Inhalte zu prüfen und Fehler korrigieren zu lassen. Sie sehen, der Prozess ist umfangreich. Planen Sie also ausreichend Vorlaufzeit ein. Mindestens zwei Monate sollten es schon sein.

 

4. Bereiten Sie die Recherchereise flexibel vor

Wenn es nun soweit ist, dass der Influencer zur Recherchereise in Ihre Destination reist, sollten Sie vorab seine Wünsche abklären. Worauf legt er besonderen Fokus in der Berichterstattung? Gibt es Attraktionen, Gastronomen oder Einrichtungen, die er unbedingt besuchen möchte? Gesprächspartner, die interviewed werden sollen? Mit einer guten Planung schaffen Sie die Basis. Aber beachten Sie, dass Reisen von Influencern immer flexibel und nicht zu sehr durchgetaktet sein sollten. Meist bevorzugen diese, spontan zu agieren und die Destinaiton auf sich wirken zu lassen.

 

5. Betreuen Sie die Influencer

Optimalerweise können Sie oder ein Partner in der jeweiligen Destination den Influencer in Empfang nehmen und ihm nochmal Kontakte, eine mögliche Route und Hilfestellung bei Fragen mitgeben. Wenn es ein vorab festgelegtes Programm gibt sollten Sie sich nun dennoch flexibel zeigen und selbst wenn die Reise ohne Begleitung stattfindet, für spontane Fragen erreichbar sein. Seien Sie dann auch aufmerksam und verfolgen Sie, was der Influencer über Ihre Destination postet. Interagieren Sie, liken und teilen Sie die Beiträge über Ihre eigenen Kanäle.

 

6. Fordern und nutzen Sie das Reporting

Nach der Kooperation ist vor der Kooperation! Nach Abschluss der Maßnahme sollten Sie sich die Ergebnisse gut anschauen und festhalten. Wie war die Berichterstattung (qualitativ), wie groß war die Reichweite der Beiträge in den zielgruppenspezifischen Kanälen, wie groß das Engagement der Follower? Wenn Foto-/Text-/Videomaterial produziert wurde, dass Sie als Auftraggeber nutzen dürfen dann lassen Sie sich das Material zusenden. Und denken Sie langfristig: Bauen Sie nachhaltige Beziehungen auf und halten Sie den Kontakt. Influencer sind gut vernetzt, es spricht sich herum, wie die Zusammenarbeit mit Ihnen gelaufen ist und neue Kontakte können geknüpft werden.

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